Montag, 12. September 2016

PHOTOKINA 2016 - "und Ihr so?!"


Bald ist es dann wieder soweit! In genau zwei Wochen beginnt die "Photokina 2016" !

Das wird erst die dritte Photokina sein, die ich besuche und wie beim letzten Mal habe ich mir vorgenommen, meinen Besuch etwas mehr zu strukturieren, als ich es beim erstem Mal gemacht habe! 

Ich habe Euch 2014 schon einmal meine Planungen zum Besuch der Photokina erläutert und musste doch nachher zugeben, dass ich nur einen Bruchteil von dem gesehen und geschafft habe, was ich mir vorgenommen hatte. Dennoch waren die zwei Tage ein voller Erfolg, weil ich viele nette Kollegen (wieder-) gesehen und getroffen habe, gute Gespräche führte und viel zu Lachen hatte!...

Dieser Post sagt Euch also nicht, was, wann und wo es auf der Photokina Interessantes zu sehen gibt, sondern zeigt, was ich von meinen Erfahrungen gelernt habe und was ich mir vorgenommen habe. Vielleicht kann ich so dem Einen oder Anderen bei seinem (ersten) Besuch "helfen"!?...

- Tickets: Der normale Hobbyknipser wie ich, braucht eine Eintrittskarte, um die Photokina besuchen zu können. Wer sparen möchte, kauft jetzt noch Tickets im Vorverkauf, die reduziert sind, hofft auf die Vergabe von kostenlosen Tickets durch verschiedenste Anbieter im Internet, bucht die Teilnahme von Veranstaltungen, die ein Ticket beinhalten oder den Preis reduzieren oder, oder, oder!...
- Zeitplanung: Die Photokina wirft schon ihre Schatten voraus, denn in Köln und Umgebung laufen unter dem Begriff "Road to Photokina" schon viele Ausstellungen und Veranstaltungen, die zum Teil sehr interessant waren und sicher sind...Ich habe es aber nach der Arbeit und an den Wochenenden nicht geschafft, eine davon zu besuchen...Schade eigentlich! 
In der Woche der eigentlichen Messe vom 20.9 bis 25.09.habe ich mir aber schon einmal 2 Tage für den Besuch eingeplant! und damit ist die eigentliche Messe gemeint und die Veranstaltungen die dort stattfinden. Wir reden nicht von Workshops, Events und Treffen, die während dieser Zeit in Köln selbst stattfinden und ich denke, dass das aufgrund der gemachten Erfahrungen ein guter Mittelwert ist. 
-"Wunschliste": Ihr solltet Euch gut überlegen, was Ihr sehen bzw. machen wollt, denn man kann sehr schnell den Überblick verlieren. Neben den klassischen Präsentationen von neuen Kameras und Objektiven findet Ihr insgesamt zehn Bereiche, in denen Ihr Euch thematisch "verrennen" könnt!!!
Ich habe mir die Zeit genommen, zu gucken welche Aktionen mich außerhalb der eigentlichen Messe interessieren und habe mich für diese Veranstaltungen angemeldet! 
Ganz besonders ans Herz legen, möchte ich Euch eine Veranstaltung, die sich mit dem Thema "Lightpainting" beschäftigt und die für sich schon genommen ein wahrer Knaller ist! Alles, was Rang und Namen hat in der Szene wird wohl dort sein und wer sich für das Genre interessiert, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen! 
- Die "eigentliche" Photokina!: Ich werde am Freitag, dem 23.09. den ersten Tag auf der Photokina verbringen. Diesem Tag werde ich wohl damit verbringen, die Hersteller bzw. deren Stände zu besuchen, deren Produkte mich interessieren und wo ich mich auf Neuerungen und den Erfahrungsaustausch freue. Überhaupt steht dieser Tag eher unter dem Motto "Networking" und ich freue mich auf das Wiedersehen von vielen und guten Freunden, die ich durch das Fotografieren kennenlernen durfte...
Ich freue mich aber auch sehr, dass die Firma Olympus im Umfeld der Photokina mit ihrem "Perspective Playground" ein weiteres Highlight nach Köln gebracht hat und werde sicher auch den einen oder anderen Besuch dort einplanen! 
Samstag, den 24.09. und somit den zweiten Tag auf der Photokina habe ich schwerpunktmäßig mit Workshops und Verträgen verplant. Auch hier führt die Firma Olympus und echt tolles Programm auf und  ich habe mich schon für zwei Veranstaltungen eingetragen. Ansonsten geht der Tag dafür drauf, dass ich mir Sachen ansehe, die ich einfach am ersten Tag nicht geschafft habe...Is´so! Ich werde eben auch nicht jünger!!!...

Wie sehen Eure Planungen aus? Habt Ihr Tipps für mich? Wollen wir uns treffen?

Ich freue mich auf Eure Kommentare und Anregungen! 

Bis bald!



Mittwoch, 7. September 2016

Quickreview - "SpiderLight-Handschlaufe" oder auch "Das Flohhalsband - Teil 3!"


Liebe Fotofreunde und Blogleser!

Der Urlaub ist vorbei und in wenigen Wochen ist die "Photokina" in Köln!. 

Das ist für den Einen oder Anderen die Gelegenheit, sich neben neuen Kameras und Objektiven auch Ausrüstungsgegenstände und Zubehör anzusehen. An dieser Stelle sei nur kurz erwähnt, dass die Firma "Black Rapid" wohl eine neue Kollektion ihrer Kameragurte vorstellen wird und das dazu führt, dass die "alten" Modelle wohl ordentlich im Preis sinken! Wer also mit dem Gedanken spielt, sich genau so einen Gurt zu kaufen, sollte jetzt die Gelegenheit nutzen!

Das ist aber nicht das Thema! Sondern dieser Post kann vielleicht dabei helfen, dass Ihr noch einen "Schlenker" zum Hersteller "Spider" zu machen?!...


Wie Ihr aus einem Posting des letzten Jahres wisst, habe ich, da ich meine Kamera in der Regel an einem Gürtel bei mir trage, zusätzlich eine Handschlaufe gesucht, die zu meiner spiegelosen Kamera passt! 

Ihr wisst aber auch noch, dass es genau diese Lösung, dass die Handschlaufe zur Kamera passt und sich die Bedienräder auch noch ohne Probleme bedienen lassen, nicht wirklich gab, denn die Schlaufen die sich auf dem Markt befinden, waren auch für die größeren Spiegelreflexkameras ausgelegt!...

Um so mehr war ich neugierig, als ich von einer Crowfunding-Aktion erfuhr, die zur Entwicklung des beschriebenen Produktes führte: Die "SpiderLight-Handschlaufe", welche speziell für spiegellose Kameras von Olympus, Fuji, Panasonic und Sony sowie für die "kleineren" DSLR von Nikon entwickelt wurde!

Die Handschlaufe wird in sechs Farben erhältlich sein und ca. 40$ kosten, soweit ich gehört habe. Sie ist noch nicht im Handel, kann aber vorbestellt werden. Ich habe zwei Schlaufen im Rahmen der Aktion gekauft und werde Euch an dieser Stelle schon einmal meine ersten Eindrücke schildern. 


Mit der Schlaufe erhaltet Ihr vier Adapter, die dazu dienen, die Schlaufe an den jeweiligen Kameras montieren zu können. Alle wichtigen Schritte werden in einer gut verständlichen Bedienungsanleitung erklärt.

Bei der E-M1 von Olympus musste zu diesem Zweck das Drahtdreieck, dass zur Montage des Kameragurtes am Kameragehäuse dient, entfernt werden und der entsprechende Adapter mit einer kleinen Schraube, für die ein Imbus-Schlüssel beiliegt, am Kameragehäuse fixiert werden. 

Die Schlaufe selbst wird dann durch eine vorgegebene Öffnung des Adapters gezogen und zusammengeklippt. 


An der Unterseite des Kameragehäuses (mit und ohne Batteriegriff!) gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die Schlaufe am Stativgewinde zu fixieren. Mitgeliefert wurd eine abgerundete Schraube und zwei "Unterlegscheiben" (eine aus Gummi und die andere aus Metall / Blech). Es gibt aber auch die Möglichkeit die Schlaufe unter der Adapterplatte für den Gurt von "Spider" anzubringen oder, wie in einem Fall, das Ganze unter einer Stativplatte zu fixieren. 

Obwohl in der Bedienungsanleitung beschrieben wird, wo der Ansatzpunkt an der Schlaufe liegt, ist es wohl ratsamer, die Hand in die Schlaufe zu stecken und den Gurt dann entsprechend anzupassen, bevor man die Arretierung fixiert. 

Wie Ihr auf den Bildern erkennen könnt, liegt der Gurt eher in Richtung der Handwurzel und läuft in die Falte zwischen Daumen und Zeigefinger. Bedingt durch die Position "hinter" der Kameragehäuse bleiben Daumen und Zeigefinger beweglich und die Einstellräder und der Auslöser können erreicht und bedient werden, ohne die Hand aus der Schlaufe zu ziehen. 

Hat man sich erst einmal an diese "Situation" gewöhnt und stellt fest, dass man die Hand aktiv strecken müsste, damit die Schlaufe von der Hand rutscht, ist die Arbeit mit dem Gurt doch sehr entspannend. Die Kamera wird durch die Schlaufe "gesichert" und die Hand muss nicht erst aus der Schlaufe "befreit" werden, um die Kamera zu bedienen. 

Fazit: Was kümmert mich mein Geschwätz aus dem letzten Posting! Ich bin von der "SpiderLight-Handschlaufe" angetan und werde jetzt in der Praxis sehen, wie ich damit zurechtkomme!




Samstag, 9. Juli 2016

"F-Day" - Fotografen erobern die Normandie...Oder Fotoreise nach Nordfrankreich 2016 - Teil 2


3. Tag: 

Wir sind am Morgen in Cherbourg losgefahren.  Unser Ziel ist das "Wunder des Abendlandes" - Der Mont St. Michel. Die Geschichte des Klosterberges reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück und als Wallfahrtsort gelangte der Ort Berühmtheit. Durch "Google Maps" bzw. durch Frank geleitet, sind wir nicht den "Touristenpfaden gefolgt, sondern auf ein Gehöft gefahren, das den oben zu sehenden Blick ergab! Einfach der Hammer! 

Jetzt war guter Rat teuer! Wir hatten den Leuchtturm von "Cap Frehel" auf dem Zettel, aber die Wettervorhersage war sehr schlecht, doch wie so oft sollte das Wetter am Leuchtturm Phasen von Trockenheit ergeben und so entschlossen wir uns dorthin zu fahren. Das war auch eine gute Entscheidung, denn wir konnten eine Regenpause für Fotos abpassen. 

Von dort ging es noch weitere 180 km nach Brest, wo wir zwei Tage bleiben wollten, um die weiteren Locations anzufahren. 

Wer es wieder etwas lockerer angehen will, fährt zwar heute ebenfalls Mont-St. Michel an, sucht sich dann aber als nächstes Ziel die Austernhauptstadt der Bretagne, Cancale aus. Hier kann man Austern verköstigen, wie es auch schon Julius Cäsar und Ludwig XIV taten. Nach diesem Besuch kann man entweder nach St. Malo zurückfahren oder sich eine Unterkunft in der Region suchen. 


4. Tag: 

 
Am vierten Tag ist das Wetter ja mal richtig mies gewesen! Dennoch haben wir uns entschlossen, in westlicher Richtung die beiden Leuchttürme "Phare de Kermovan" und "Phare du Petit Minou" anzufahren. - Das war auch eine goldrichtige Wahl, denn wir haben bei beiden Locations ein paar Regenpausen für tolle Fotos nutzen können.


Beide Anlagen sind sicher die Highlights der Tour. Es ergeben sich verschiedene Perspektiven für Bilder und bei besserem Wetter hätte man sicher auch zum Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang herrliche Aufnahmen machen können. 

Zwischen den beiden Locations liegen nur etwa 15 km und man kam auch relativ nah an die Anlagen heran bzw. musste nicht das Equipment kilometerlang durch Wiesen, über Felsen oder durchs Unterholz schleppen...

Auch wenn man es etwas lockerer angehen lässt, sollte man für diese Gegend zwei Tage einplanen. Auf der Fahrt könnte man am Cap Frehel Station machen, wie wir es getan haben. Bei entsprechendem Seegang sind die ca. 70 Meter hohen Klippen hinter dem Leuchtturm ebenfalls ein toller Anblick. 
Die Stadt Brest bietet sich als Ausgangsort an, da es von hier nur ein "Katzensprung" zu den genannten Locations ist. Ggf. bliebt ja auch noch Zeit, das Umland und die Strände zu besuchen. 


5. Tag: 


Für uns war der fünfte und letzte Tag eigentlich schon der Abreisetag, denn es lagen ca. 1500 km allein bis nach Bonn vor uns. Es bestand also die Wahl zwischen zwei Locations, von denen wir noch eine anfahren wollten. 

In Frage kam "das Haus zwischen den Felsen", das Ihr oben seht oder  "Perros Guirec", ein Ort, der wegen seiner rosafarbenen Granitfelsen am Meer und einem Leuchtturm ebenfalls sehr bekannt ist. Wir entschlossen uns für ersteres, hatten aber wieder mal allgemein Pech mit dem Wetter und im Besonderen dann mit dem Schicksal, denn als der Regen aufhörte, trafen in diesem Moment Handwerker mit einem großen weißen LKW auf, den sie genau vor der Eingangstür parkten! 


Gut, einfach umdrehen und schon ergibt sich das nächste Motiv! Es gibt sicher noch andere zu entdecken, aber wir hatten schließlich noch die Rücktour nach Hause vor der Nase... 

Wer sich mehr Zeit in der Region nimmt, besucht sicher diesen Teil der Bretagne und unternimmt eine Fotowanderung. Sehenswert ist aber sicher auch der Ort Ploumanac´h mit seinem schönen Strand und den rosafarbenen Granitfelsen. Man kann dort den "alten Zöllnerpfad" begehen und sich bizarre Felsgebilde, wie "Napoleon´s Hut" oder den "schlafenden Hasen" ansehen. Auch die gesamte Küste und der dort befindliche Leuchtturm sind sicher ein oder zwei Fotos wert. 

Wer jetzt noch immer nicht genug hat, kann noch ca. 130 km nach Süden fahren, in das Department "Finistere".  Auch hier finden sich schöne Motive, die einen Besuch lohnen könnten!?...


Fazit: 
Die Fahrt mit Olaf und Frank hat mir einen großen Spaß gemacht und wir haben viel gelacht! 
Vielen Dank, Jungs! Es war ein echt tolle Fahrt mit Euch!!!
Ich habe viele hundert Bilder mit nach Hause gebracht, die ich erst so nach und nach sichten und bearbeiten kann. 
Obwohl wir Ende Juni / Anfang Juli gefahren sind, hatten wir mit dem Wetter zu "kämpfen". Wir hatten doch immer Glück, dass sich kurzen Regenpausen ergaben, in denen wir unsere Fotos machten. Wäre dem nicht so gewesen, hätten wir orts- und zeittechnisch nicht wirklich einen "Plan B" gehabt! 
Das, die Übernachtung zu organisieren und die einzelnen Etappen bringen mich zu der Empfehlung, dass man sich mehr Zeit für diesen schönen Teil Frankreichs nehmen sollte. Ich habe versucht Euch entsprechende Hinweise zu geben und möchte mich zuletzt auch bei Hans Altenkirch bedanken, der uns bei der Vorbereitung geholfen hat und dessen Hinweise ich auch bei meinen Postings verwendet habe! 

- Ende Teil 2 - 

 
 




Freitag, 8. Juli 2016

"F-Day" - Fotografen erobern die Normandie...Oder Fotoreise nach Nordfrankreich 2016 - Teil 1


Ich habe mir lange überlegt, ob ich einen Bericht zu den jeweiligen Tagen schreibe oder ob ich diesen Post zum Anlass nehme, eine Übersicht zu geben und so anderen Fotografen Tipps geben zu können, die das Reiseziel mal "auf dem Zettel haben" sollten. Da mein lieber Fotografenkumpel und Initiator dieser Reise, Olaf sehr gute Berichte über die einzelnen Tage auf seinem Blog veröffentlicht hat, entschied ich mich für die zweite Variante! 

Bei der Planung dieser Reise sollte man sich bewusst sein, dass die Fahrt etwa vom Rheinland bis an die westliche Spitze der Bretagne etwa 1500 km lang ist. Das erfordert zum einen, eine genaue Tagesplanung mit der ungefähren Anzahl der Fotospots und der Dauer an den Locations und den jeweiligen Übernachtungsmöglichkeiten. Frank, der zweite Reiseteilnehmer, hat dank seiner Erfahrung und einer durchgehenden Internetverbindung, die Hotelübernachtungen organisiert, was wir ansonsten vorher oder vor Ort mit großem Zeitverlust hätten machen müssen. Ihm gebührt daher mein ganz besonderer Dank!
Wer überlegt, diese Reise zu unternehmen, sollte sich dessen bewusst sein und vor allem (im Gegensatz zu uns) mehr als eine Woche einplanen. Man kann auch überlegen, die Anfahrt (etwa durch einen Flug) zu "verkürzen" und einen Mietwagen zu nehmen. 
Wer es also etwas "lockerer" angehen will, der findet in "blau" geschrieben, alternative Empfehlungen! 

1. Tag: 


Die erste Etappe der Reise von etwa 150 km führte von Bonn nach Lüttich. Diese Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten, doch wir hatten uns den Hochgeschwindigkeitsbahnhof von Lüttich-Guillemins, der von dem berühmten katalanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen wurde, ausgeguckt. 


Der Bahnhof Liège-Guillemins wurde als Teil des europäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes für Thalys- und ICE-Züge 2009 in Betrieb genommen. Auf 5 Bahnsteigen mit 9 Gleisen werden täglich rund 500 Züge abgefertigt. Auffälligstes Merkmal des Gebäudes ist das 200 Meter lange Dach, das sich 40 Meter hoch aufschwingt. Eine Fassade im eigentlichen Sinne gibt es nicht. Das Dach ist zu beiden Seiten offen. 

Leider hat es an diesem Tag fast durchgehend geregnet und der Dreck auf den Stahlträgern hat mich doch auch etwas "abgeturnt"!

Nach einer Kaffeepause ging es dann ca. 550 km (!) weiter nach Frankreich, genauer gesagt nach Le Havre, wo wir kurz im Hotel eincheckten und dann noch nach "L´Etretat" gefahren sind. Ein kleiner Ort an dem man neben der Strandpromenade zwei Felstore und Steinformationen bewundern kann, die es schon Alexandre Dumas und Claude Monet angetan haben.  



Wie bereits oben erwähnt ist die zweite Etappe doch sehr lang. Es gibt die Möglichkeit eine Station vorher Halt zu machen, etwa an den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs oder der Stadt Rouen.  Rouen ist die Hauptstadt der oberen Normandie und besonders durch ihr pittoreskes Stadtzentrum bekannt. Beim einem Rundgang durch die "Stadt der hundert Kirchtürme", wie sie einst genannt wurde, kann man manche Fotos machen. Die Kathedrale Notre-Dame, der weltbekannte Uhrturm "Gros Horloge" und der alte Marktplatz, auf dem die Jungfrau von Orleans verbrannt wurde, sind nur einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

2. Tag: 



Die Fahrt am zweiten Tag ging an die Stränden, an denen die Invasion 1944 stattgefunden hat, den Soldatenfriedhof am Omaha-Beach und das Cap de la Hague mit dem gleichnamigen Leuchtturm. Ein Hotel haben wir dieses Mal in Cherbourg gebucht, das tourmäßig gut liegt, aber den Charme der 70-er Jahre versprüht. Das Bier ist ein Alptraum, aber das ist eine andere Geschichte!



So imposant auch die Anlage ist, so bedrückend ist das Gefühl, dass man als halbwegs fühlender Mensch hat, wenn man an den Gräbern der fast 9000 Soldaten vorbeigeht, die hier beerdigt wurden. 


Da hatte der Friedhof und die dazugehörige Kirche aus dem 14. Jahrhundert einen anderen Charme und war uns als Zwischenstopp auf der Fahrt zum Leuchtturm willkommen. 


Am Kap von La Hague (man kommt auch an der gleichnamigen Wiederaufbereitungsanlage vorbei!) haben wir zünftig gegrillt und danach unsere Aufnahmen gemacht. Ein sehr gelungener Tag, aber es sollten noch weitere Highlights kommen!

Wer es ruhiger haben möchte, könnte an diesem Tag von Rouen aufbrechen und nach L´Etretat fahren. Danach wäre ein Halt an der größten Schrägseilbrücke Europas denkbar, der Pont de Normandie. Das eigentliche Ziel könnte "Honfleur" sein, ein hübscher Fischerort an der Mündung der Seine. Viele Künstler haben sich hier niedergelassen und bescherten Honfleur den Aufstieg zum noblen Seebad. 



- Ende Teil 1 -

Mittwoch, 15. Juni 2016

" Non Photoae sed Vitae!" - Wieder was gelernt oder #ichkanndasfotonichtmehrsehen -Oberstdorfer Fotogipfel 2016


Auweia! Jetzt bringt der Doc zum x-ten Mal sein Mallorca-Foto! Nein, das kann doch nicht sein! 

Nein, liebe Blogleser!

Dieses ist mein Bericht zum Wochenende beim "Oberstdorfer Fotogipfel 2016" und zur Tatsache, dass man immer wieder etwas dazulernen kann!...

Aber schön der Reihe nach! Ich habe zum Wettbewerb der Firma "CEWE" mit dem Motto: " So sehe ich Europa" mein Bild eingereicht und war natürlich stolz, dass es unter die prämierten Bilder kam und so in Oberstdorf ausgestellt wurde. Ich habe mich dann auch am Samstagmorgen auf die etwas schwierige Suche gemacht und fand das Bild dann doch irgendwann! - Naja! Ich muss gestehen, dass das, was ich dort sah und das, was ich im Kopf und in den letzten Monaten auf dem Monitor hatte, doch etwas von einander abwichen! 

Zwei Dinge wurden mir dadurch und durch die Erfahrungen der nächsten Tage schmerzlich bewusst: Erstens ein Bild sollte ordentlich bearbeitet sein, wenn es für einen großen und hochauflösenden Druck geeignet sein soll und zweitens sollte ein gutes (Landschafts-) Foto entweder durchgehend oder an den interessanten Stellen scharf sein! Die Rede ist also von der Schärfentiefe!

Wie war das noch mal?! Was beeinflusst die Schärfentiefe im Bild? Die Brennweite?! Die Blende?! Der Abstand zum Objekt?! - Alles Antworten sind richtig und ich muss gestehen, dass mir das hier erst wieder durch die Erfahrungen der nächsten Tage, den Workshop und die gemeinsame Fototour mit Frank Fischer "schmerzlich" bewusst wurde! 


Am Samstag, dem 11.06.2016, dem einzig schönen Tag des Fotowochenendes in Oberstdorf, wie sich später zeigen sollte, hatte ich einen Workshop zu Langzeitbelichtungen in der Breitachklamm bei Frank gebucht. 

In der theoretischen Einführung vor unserer Tour erklärte uns Frank den beliebten "Live Composite"- Modus der OM-D von Olympus und zeigte uns Bilder, die er vor allem mit dem Ultraweitwinkel von Olympus, dem 7-14 mm (14-28 mm - Kleinbildformat) geschossen hatte. 


Ich habe mich bei seinen Schilderungen echt gefragt, wie er bei den einzelnen Frames auf Werte von unter fünf Sekunden gekommen ist und habe daher fälschlicherweise immer die Werte der bis dato vor allem verwendeten Objektive mit höherer Brennweite und höherer Blendenzahl zugrundegelegt. 


Ihr werdet jetzt sicher lachen, aber ich habe trotz kürzerer Brennweite immer noch versucht, die Blende zu schließen, um eine größere Schärfentiefe zu erzielen, was bei dem Motiv letzlich nicht notwendig ist. Will sagen, dass ich bei kürzeren Brennweiten auch bei offenerer Blende ein scharfes Bild erzielen und die Frames beim "Live Composite" kürzer halten kann (Wir lassen jetzt mal so etwas wie "Hyperfokale Entfernung" außer Acht!)...


Vielleicht klingt das für den Einen sehr kompliziert und für den Anderen geradezu lächerlich, aber ich musste es mir erst einmal wieder verdeutlichen und daher bin ich sehr froh über diese Erfahrung!. 


Ich habe ganz vergessen zu erzählen, dass der Workshop und die Tour durch die Breitachklamm einfach superklasse waren! Manche Bilder, die ich gerade am Ende der Strecke gesehen und im Kopf abgespeichert habe, ließen sich leider nicht so auf Fotos bannen! Wer die Klamm selbst mal abgeht, wird sicher verstehen, was ich meine! 


Am nächsten Tag, der Regen hatte ein paar kurze Pausen eingelegt, hatte ich die Gelegenheit mit Frank Fischer und einem weiteren "Visionary" von Olympus Markus Hulliger auf eine Fototour aufs Nebelhorn zu gehen bzw. zu fahren! 

Das war wirklich ein tolles Erlebnis mit den beiden sehr sympathischen und professionellen "Kollegen" fotografieren zu dürfen und genau hier war es auch, wo ich bei einem Einsatz des neuen Filterhalter am Ultraweitwinkel das oben beschriebene "Aha-Erlebnis" hatte! 

Die blöden Gesichter der Wanderer, die uns entgegenkamen und mich ansahen, der ich die 400 Höhenmeter von der Mittelstation bis in den Ort zurück mit einem Fototrolley im Schlepptau absolvierte, werde ich auch nicht vergessen! ;)


 Am Abend besuchte ich dann noch einen Vortrag von Frank Fischer, in dem er zeigte, wie und warum er mit einer Olympus-Kamera fotografiert und Bilder aus seinem Archiv zeigte. Da waren ein paar schöne Geschichten dabei und Bilder, die ich so sicher nie zu Gesicht bekommen hätte. Ein weiteres echtes Highlight!

Als ich dann um 22:30 Uhr mit "leichtem" Muskelkater in den Beinen zurück zu meiner Pension stolperte, staunte ich nicht schlecht über die obige Szenerie! Ja, so ist das wohl in Orten wie diesem! 



Am nächsten Tag noch schnell die Regenpause genutzt, um zum Christlesee zu fahren, um ein paar Bilder zu machen und dann ging es auch schon wieder nach Hause...

Ja, das war mein persönlicher "Oberstdorfer Fotogipfel"! - Tolle und sympathische Menschen getroffen, neue und alte Dinge gelernt und Erfahrungen gesammelt! Dazu gehört auch, wie Schatten zum Licht, der Spruch: "Was?!...Das Bild vom Leuchtturm?! Boah, das kann ich echt nicht mehr sehen!" - Ich musste schmunzeln!

Mal sehen, wie das Programm vom "Oberstdorfer Fotogipfel" für 2017 aussieht!?
 

Donnerstag, 26. Mai 2016

"Arbeiten wie die Profis (machen lassen!)" - Oder auch Photoshop für Doofe - Teil 2


Heute geht es um meine Erfahrungen mit der Bildverarbeitung, darum dass man auch seine Grenzen kennen sollte und dass man sich auch fremde Hilfe holen kann, wenn man dennoch zu einem guten Ergebnis kommen möchte.

Ihr wisst, dass ich meine Bilder über Lightroom CC verwalte und in aller Regel auch bearbeite. Ihr habt auch schon in diesem Posting erfahren, wie mich das "Hexenwerk" Photoshop CC schier um den Verstand gebracht hat! 

Dann will ich Euch mal berichten, was mir widerfahren ist und wie ich letztlich vorgegangen bin. 
Ich hatte für ein Shooting verschiedene Ideen im Kopf. Unter anderem wollte ich eine Szene in dem metallenen Aufzug im Haus fotografieren. 


Jo, das ist die Ausgangslage! Fotografiert bei Tages- bzw. Kunstlicht und im Aufzug zusätzlich noch eine Dauerlicht mit einer blauen Folie als Effektlicht. - Bitte ohrfeigt mich das nächste Mal, wenn ich versuche eine Mischlicht-Situation zu beherrschen!. - Danke! 

Dem "Detailverliebten" sei gesagt, dass das Foto bei einer Brennweite von 12 mm (KB 24 mmm), einer Blende von f 3,2, einer Belichtungszeit von 1/60 Sekunde bei ISO 1000 aufgenommen wurde. 


Okay, da saß ich nun an meinem Computer und merkte bei der bewährten Bearbeitung in Lightroom, dass ich nicht das Ergebnis erzielen würde (siehe erstes Bild!), das ich mir vorgestellt hatte. Das Ganze "hin und her" mit Beautyretusche, Lampen und Schmutz verschwinden lassen, Lichtstimmungen und Reflexionen erzeugen, konnte ich auch bei meinem zweiten Angriff auf das "Hexenwerk" nicht meistern!...

Ich brauchte professionelle Hilfe, denn ich wollte die 20 Bilder, die ich mir herausgesucht hatte, jetzt nicht für immer und ewig in der Versenkung verschwinden lassen!. Also fragte ich zunächst in Foren oder bei anderen Fotografen nach, aber leider wollte oder konnte mir niemand weiterhelfen. Da erinnerte ich mich an Auschreibungen in der Modelkartei, wo Bildbearbeiter ihre Dienste anbieten!  

"Holla-die-Waldfee!" Ich habe nicht schlecht gestaunt bei meinen ersten Anfragen, was das Bearbeiten meiner Bilder betraf. Da wurden entweder gar nicht geantwortet oder erst einmal von Stundensätzen fabuliert, die manchen Anwalt die "Tränen in die Augen getrieben" hätten! 

Dann stieß ich auf Stefan Braas von WesterArt , einen Fotografen und Retuschekünstler aus dem schönen Westerwald. Stefan hat mich mit seiner freundlichen und professionellen Art hervorragend beraten und mir verschiedene Möglichkeiten des Vorgehens vorgeschlagen. Nachdem er mir dann ein Bild exemplarisch bearbeitet hatte, sind wir uns einig geworden und ich war von den Ergebnissen begeistert. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr Stefan´s Homepage oder seine Facebook-Seite besucht, wo Ihr ihm gerne auch ein "Gefällt mir" hinterlassen könnt.

Also, wieder was gelernt! Wenn man nicht weiterweiß, ist es nicht schlimm, wenn man sich Hilfe holt. Das Ergebnis ist das, was zählt. Ich hätte das so in der Art nicht hinbekommen und vielleicht habe ich ja in Zukunft Lust, mal ein Composing zu machen und da werde ich sicher wieder auf Stefan zurückkommen!

Wie sind denn Eure Erfahrungen zu Anbietern von Bildbearbeitung? Freue mich über Kommentare!

Sonntag, 8. Mai 2016

"Sie ist ein Model und sie...hat was drauf!" - Oder: Praktische Aktfotografie Teil 2


Im ersten Teil habe ich Euch bereits erzählt, wie ich ein Shooting "umsetze". In diesem Posting soll es nicht darum gehen, dass ich immer noch schrecklich aufgeregt bin und kaum was essen kann, wenn der Tag des Shooting gekommen ist, sondern ich möchte Euch erzählen, warum das Model eine ganz entscheidende Rolle spielt, warum es vielleicht Sinn macht, Geld in die Hand zu nehmen und das Modeln anstrengend sein kann...


Gut! Es liegt in der Natur der Sache, dass sich Freundinnen und Bekannte, aber auch viele Models, die auf TfP-Basis arbeiten, nicht von jedem x-beliebigen (also mir!) Fotografen halbbekleidet oder nackt fotografieren lassen... Es ist aber auch so, dass neben einer generellen Abneigung häufig die Gelassenheit oder Erfahrung (nennt es, wie Ihr wollt) fehlt, sich auf die Bildidee einzulassen und eine Umsetzung zu "erlauben". 

Dazu kommt, dass ich es mir "einfach" mache, ich habe verschiedene Sets und Ideen und dabei sooo viel im Kopf, dass ich mir einfach nicht die Zeit nehmen will, eine bestimmte Pose und (ganz wichtig!) einen bestimmten Blick, der dazu passt, herauszuarbeiten. 

Ich habe festgestellt, dass es mir viel leichter fällt, vergleichbar mit einem Regisseur, die Interpretation des Models zu sehen. Die Fotos sind dann einzelne Szenen, die ggf. auch sehr gut sind und mich überraschen und / oder ggf. noch von mir verändert werden...


Seien wir doch mal ehrlich, dass verlangt zum Einen Fantasie, zum Anderen aber vor allem eine gewisse Erfahrung. Das betrifft nich nur die oben genannte Umsetzung, sondern das Abrufen von verschiedenen Posen, die sich das Model mit der Zeit angeeignet hat. 


Ich bin bei den letzten Malen echt "baff" gewesen, was ich angeboten bekam und will allen, die hinter der Kamera stehen, auch einmal sagen, dass das "Arbeit" ist, was Models während eines mehrstündigen Shootings zeigen. Es erfordert Konzentration und auch Kondition in dieser Zeit für einen Fotografen den "Hampelmann" zu machen. Ich habe allergrößten Respekt!

Das alles zusammengenommen, war auch der Grund, dass ich (und ich kann auch nur für mich sprechen!) bereit war, für die Arbeit der Models zu bezahlen. Das mag in diesem Fall nicht verwundern, aber ich hätte am Anfang auch für die Portrait- oder Lifestyle-Bilder lieber mal etwas Geld ausgegeben, dann wäre meine Lernkurve vielleicht etwas anders verlaufen...

Und mit Geld bezahlen, meine ich nicht die "Miezen", die meinen, dass gutes Aussehen und zwei Staffeln "GNTM" ausreichend sind, dass Fotografen für ihre Arbeit bezahlen! 

Aber weiter im Text! Wie läuft das nun ab!? Da "Klein-Helmi" also kein berühmter Fotograf ist und somit nicht von Anfragen überschüttet wird oder sich haufenweise Models auf seine eigenen Anfragen in den sozialen Netzwerken melden, hat er sich einen Account in der "Modelkartei" zugelegt! 

Das "Was" und das "Wie" in der "Modelkartei" zu beschreiben, würde sicher den Rahmen des Postings sprengen, aber hier kann ich "Jobauschreibungen" aufgeben oder auf welche antworten. Mit der Zeit bekommt man so eine Ahnung, ob der Preis in Ordnung ist bzw. ich entscheide, ob mein Budget für die Umsetzung meiner Idee ausgegeben wird oder nicht...

Das soll es an dieser Stelle mal gewesen sein! 

Ich möchte mich an dieser Stelle aber bei den Models, mit denen ich schon arbeiten durfte und mit denen ich noch arbeiten werde, bedanken. Ich habe Hochachtung und Respekt vor Eurer Arbeit und hoffe, dass es noch viele schöne und produktive Shootings gibt....

Und vielleicht kann ich iiiirgendwann mal davor etwas essen! ;)