Samstag, 28. Dezember 2013

LAPP für Anfänger - Die Fortsetzung



Nachdem ich zu Weihnachten die "M 7 RX" von Led Lenser geschenkt bekommen habe, konnte es heute zu einem neuen Versuch aufgehen.

Naja, nicht sooo ganz! Zunächst führte mich mein Weg zu einem Baumarkt, denn ich mir ja Folien in verschiedenen Farben für Bühnenscheinwerfer gekauft und wollte mir jetzt ein paar "Folienhalter" bauen.

Ich habe mir also Isolationsröhren für Heißwasserrohre gekauft, sie auf die Breite des Klebebands geschnitten, Folienstücke aufgesetzt und verklebt. Fertig waren meine Folienträger in rot, blau und grün.

Das klappt auch ganz prima, aber leider kann ich Euch keine Fotos davon zeigen, weil ich die *jpegs einfach nur gräßlich nach dem Übertragen aussahen...

Als Location habe ich mir dieses Mal ein altes Kriegerdenkmal in der Nähe meines Elternhauses gewählt. Ich bin bei Sonnenuntergang hingefahren und hatte so genug Zeit für die Vorbereitungen. 

Der Ablauf war wie gewohnt, Kamera mit Fernauslöser auf´s Stativ, Kamera im M-Modus, Blende f11 und Belichtung auf "Bulb" und schon legt man los!.

Nach kurzer Zeit war es stockdunkel und man hat Gelegenheit nach "Lust und Laune" mit Licht und Farben zu malen. Die Belichtungszeit bei diesem Bild betrug übrigens 270 Sekunden.

Ich habe heute das erste Mal an die Displaylupe gedacht, die mir bei der Kontrolle der Bilder echt geholfen hat, das Ding ist echt jeden Cent wert!

Aber wo war ich? Genau!...

Eigentlich hatte ich auch vor, noch mit einem "Light-Wire" zu arbeiten, um etwas psychodelische blaue Lichtspuren zu machen, aber der Draht riss leider schon nach den ersten zwei Versuchen. Also beim nächsten Mal brauche ich a) einen dickeren Draht und b) muss ich die Verbindung zum Akku mit Panzerklebeband verstärken!...

"Orbs" habe ich leider auch keine hinbekommen, denn erstens war der Bildausschnitt doch zu eng gewählt und zweitens streikte der Akku, um den Leuchtstab zu drehen beim dritten Mal...

Irgendwas ist ja immer!

Ich bin wieder um ein paar Erfahrungen reicher und freue mich schon auf das nächste Mal!

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Jahresrückblick 2013 - "Wie die Zeit vergeht!"


Wie könnte ich meinen Blick auf das Jahr 2013 besser beginnen, als mit meinem Lieblingsfoto.

Es bedeutet mir deshalb so viel, weil es das Jahr exemplarisch ist. Es zeigt (hoffentlich), was ich in diesem Jahr gelernt habe, dass ich zweimal auf wunderbaren Fotoreisen auf Mallorca sein durfte und wohin "die Reise geht", denn Langzeitbelichtungen und das Gestalten mit Licht haben es mir am meisten angetan und werden mich wohl auch in 2014 beschäftigen...

Aber gehen wir zunächst zurück. Ich habe in meinem letzten Rückblick die Geschehnisse von 2012 erzählt und konnte mir zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen, wie intensiv die Erlebnisse werden und was ich für tolle Menschen kennenlernen durfte. Ja, dieser Post ist auch für Euch!

Was habe ich im letzten Absatz geschrieben!?:
Dann war 2012 vorüber und ich stand auf dem Balkon und sah dem Feuerwerk über der Stadt zu. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt, das "Lernen geht weiter". Ich habe für Februar 2013 meine erste Fotoreise gebucht!!! Das trifft sich insofern gut, denn...wo will ich fotografisch im nächsten Jahr hin, was will ich vertiefen, was sind die Dinge, die ich "in den Fokus setzen" will!?
Da ist zum Einen das "Spiel mit dem Licht" und die Landschaftsfotografie. Hier will ich mein Können verbessern! Der Weg zur Schwarzweißfotos ist nur ein kleine Teilaspekt. Das macht mir im Moment riesig viel Spaß und das möchte ich besser können!
Ich mache es mir damit aber leicht, denn Landschaften oder Gebäude sind eben da, müssen nicht geführt werden oder für das gewünschte Bild angeleitet werden, so komme ich zum zweiten großen Projekt in diesem Jahr und das wird sicher schwerer, der "People-Fotografie"! DAS möchte ich wirklich können! Menschen fotografieren, ob nun im Studio oder draußen, ob nun Models oder Fremde oder Freunde...
und wie bisher, brauche ich sicher auch eine neue Kamera...Die D 800! aber das ist eine andere Geschichte!...


Aber bleiben wir mal schön chronologisch:

Im Januar habe ich damit beschäftigt, mir die eine oder andere kleine Aufgabe zu stellen. Mal habe ich nur schwarzweiß fotografiert, um das Gespür für "Hell und Dunkel" oder "Licht und Schatten" zu verbessern. Mal habe ich Projekte wie die "Sequenzen" zu Ende geführt oder mich einfach auf Fototour begeben, um bestimmte Motive zu finden. Einen Teil der Zeit habe ich aber auch zuhause vor dem PC verbracht, denn die Bilder wollten ja auch katalogisiert und bearbeitet sein. Lightroom 4 (und jetzt 5) habe ich dabei echt manchmal verflucht, aber meist geliebt, denn es ist das beste Programm, das ich mir vorstellen kann! - Apropos PC! Die Versuche den Blog auf Wordpress zu bringen, habe ich schnell wieder eingestellt und meine Homepage ist auch noch eine einzige "Dauerbaustelle"...





Dann kam der Februar und ich konnte es kaum noch erwarten, dass es endlich zur Basis- Fotoreise mit der FF-Fotoschule aus Hamburg gehen würde. Ich musste mich zuvor aber noch mit Ausrüstungsfragen, wie z.B. der nach dem besten und platzsparensten Stativ, plagen und mir einen großen Fotorucksack kaufen, der mein ganzes Geraffel aufnehmen könnte...Was soll´s! Die Reise war supergenial! Ich woll Euch nicht mit Details nerven, wer möchte, kann ab hier noch einmal den Bericht lesen!


Im März (Okay, die Fotoreise dauerte bis in diesem Monat!) habe ich mir dann neben den vielen kleinen Umsetzungsversuche des Gelernten (Nachtfotografie und Langzeitbelichtungen) einen Traum erfüllt und bin endlich einmal zu einem Workshop von Patrick Ludolph nach Hamburg gefahren. Das war ein echtes Highlight und das in zweierlei Hinsicht. Denn die Erfahrungen von Paddy einmal "live" mitgeteilt zu bekommen, war klasse und mein Blog verzeichnete auf den Bericht fast 3000 Seitenaufrufe! Wow!


Im April habe ich so oft es ging fotografiert. Es ging zu Kirschblüte in den Bonner Altstadt, ich experimentierte mit Fensterlicht und ich kaufte mir endlich ein Objektiv für den Bereich von 28-75 mm, stellte fest, dass ich nicht zum Berufsfotografen tauge, versuchte neue Wege der Fokussierung und, und, und!...


Im Mai, das Wetter wurde wieder besser, waren wie geplant, zwei Dinge im Fokus. Die People- und die Landschaftsfotografie. Ich widmete ich mich dabei bzw. in erster Linie vermehrt den Langzeitbelichtungen. Zu diesem Zweck kaufte ich mir einen Funkfernauslöser, der echt der "Knaller" ist! Geriet aber leider auf "Kriegsfuß" mit meinem Kameragurt, der bald einen würdigen Nachfolger fand.


Im Juni hatte ich dann genug Wissen "getankt", dass ich glaubte, ich könne mich an die große Weihe der Modelfotografie wagen. Als letzten Schritt buchte ich ein Coaching und machte sicher die besch... Erfahrung des Jahres! Ich lernte aber auch, dass ich im Mikrostock-Bereich auch keinen Fuß fassen würde und war dann froh, als es in den Urlaub ging!


Im Juli, der in diesem Jahr richtig heiß war, war ich dann wieder quer durch den "fotografischen Gemüsegarten" unterwegs!  Ein lieber Fotografenkollege nahm mich mit zu einem Modelshooting, das dann auch echt klasse wurde, ich lernte die Sport- bzw. Actionfotografie kennen und lieben und hockte bei astreinem Schwimmbadwetter auf einer Autobahnbrücke, um Langzeitbelichtungen am Tag mit einem 1000-er Graufilter zu machen...und fühlte mich klasse!


Im August besuchte ich einem Workshop bei Alexander Heinrichs, wofür ich eine Einladung für ein Fahrertraining auf dem Nürburgring sausen ließ, machte eine Teleaufnahme vom Mond und hatte beim Fotografieren bei der DTM und der Meisterschaft für Superbikes auf dem Nürburgring das Gefühl, ich könnte vielleicht doch Presse- oder Sportfotograf werden...


Der September war eher von Ausrüstungsfragen geprägt, denn ich fand endlich die perfekte Tasche für´s "kleinere Besteck" und kaufte mir den perfekten Kameragurt. Fotografisch wagte ich mich an die ersten Nachtaufnahmen, die auch wieder Langzeitbelichtungen waren und war begeistert, was dabei herauskam. Weil ich auf der ersten Reise mit Frank Fischer so viel gelernt habe, entschloß ich mich in diesem Monat auch die Reise für Fortgeschrittene im November zu machen und buchte sie.
Das Highlight im September war natürlich das Sommerfest in der FF-Fotoschule bei dem extra ein richtig großes Programm auf die Beine gestellt worden war, damit das Fotografieren auch nicht zu kurz kommt. Wir machten tolle Langzeitbelichtungen am Hamburger Hafen und versuchten uns in der Streetfotografie! Echt klasse! Besonders schön fand ich dass ich meine Gefährten vom Februar wiedersah, aber auch viele neue, interessante und liebenswerte Fotografen kennenlernte. Mein Dank gilt dabei besonders einem, der sich extra die Zeit nahm, um mir Hamburg zu zeigen und den ich wegen seiner offenen und herzlichen Art sehr schätze!


Im Oktober kristallisierte sich heraus, was mich im Moment fotografisch am meisten fasziniert. Es sind die Langzeitbelichtungen und ich verbrachte viel Zeit mir einiges anzulesen und noch mehr Zeit das Gelernte umzusetzen. Ich finde diese Art des Fotografieren echt klasse und inspirierend werde ihr sicher noch einige Zeit treubleiben.


Dann war es endlich November und nachdem ich mich auf dem Gebiet der ND-Filter bewegt hatte, ging es endlich zur zweiten Fotoreise nach Mallorca! Ich werde hier auch nicht ins Detail gehen, aber es war auch bei dieser Reise echt der Hammer, was uns Frank Fischer alles geboten hat. Wer die Berichte noch einmal lesen will, kann das ab hier gerne machen! - Was ganz sicher das Highlight war, ist die Vorstellung von "Light-Art-Performance-Photography" und ich muss mal sehen, was ich im nächsten Jahr daraus mache!...


Ja, und jetzt ist das Jahr vorüber und wie lautet das Resümee!?

Die Peoplefotografie zu erlernen und zu verbessern, hat nicht funktioniert. Wenn ich ehrlich bin, ist das aber auch nicht wirklich schlimm, denn die Langzeitbelichtungen, das Lightpainiting oder auch die Actionfotografie faszinieren mich im Moment mehr und ich freue mich auf viele neue Bilder und Erfahrungen, die ich machen werde!

Die Highlights des Jahres waren sicher die zwei Fotoreisen der FF-Fotoschule, denn es gibt wohl keine andere Weise so intensiv zu verschiedenen Arten der Fotografie informiert zu werden und das Wissen sofort umzusetzen. Ich bin von der Qualität der Leistung echt begeistert und werde in 2014 sicher auch wieder an Workshops und Reisen teilnehmen. Also seid gespannt!

Was ebenfalls zu meinen positiven Erfahrungen zählt, ist die Tatsache, dass ich so viele Menschen kennenlernen und mit ihnen die Fotografie teilen durfte.

Habe ich 2012 schon feuchte Augen bekommen, als ich meine ersten Bilder als Drucke gesehen habe, ist in diesem Jahr eins meiner Bilder in einer Zeitung veröffentlich worden. Das gibt doch Hoffnung! 

Und am Ende sei gesagt, dass ich auch stolz bin, dass ich viele Leser mit diesem Blog erreiche und ca. 13.000 Seitenaufrufe zu verzeichnen habe. Wenn ich auch immer denke, dass ich das alles hier nur für mich schreibe, ist es doch ein schönes Gefühl, dass dem nicht so ist!

Ich wünsche Euch an dieser Stelle einen "Guten Rutsch nach 2014" und bleibt mir treu!

Euer

Helmut


Sonntag, 15. Dezember 2013

Bericht über meinen ersten Kontakt mit der OM-D E-M1


Wow! Ich bin jetzt noch echt geflasht von den zwei tollen Workshops und einer hervorragenden Kamera, die ich am Wochenende das erste Mal ausprobieren konnte.

Durch viel Glück habe ich noch Plätze in zwei Kreativ-Workshops ergattert, die von Frank Fischer in Hannover abgehalten wurden. Als Themen bot Frank "Peoplefotografie im Studio - Die 80er" und "People bei Tanz und in Bewegung" an. Da ich die Qualität seiner Workshops kenne und die OM-D unbedingt einmal testen wollte, war ich happy, dass das klappte.

Die E-M1 ist schon ein echtes Sahnestück und fühlt sich sehr hochwertig an. Im Gegensatz zu meiner DSLR ist sie natürlich deutlich kleiner, aber mit dem jetzt verfügbaren Batteriegriff habe ich keine Kritik mehr zur Haptik und Bedienbarkeit.

Da ich leider zum ersten Workshop zu spät kam, verpasste ich die allgemeine Einführung und Hinweise zur Bedienung. Wie sich aber herausstellte, lassen sich die umfangreichen Funktionen relativ schnell erfassen und das Fotografieren konnte losgehen. 

Neben den kleinen Dingen, wie die Erkennung, dass durch den Sucher geblickt wird und sich daher das Display abschaltet, habe ich drei Dinge gesehen, die mich echt für diese Kamera einnehmen.

Da ist zunächst einmal das Fokussystem zu nennen, das hervorragend arbeitet. Zweitens war ich sehr angetan von den Filtern, die sich bei den erstellten *JPGs anwenden lassen und vor allem die Möglichkeit, die Bilder auch durch eine Veränderung der Gradationskurve schon in der Kamera zu bearbeiten. Natürlich können die Bilder auch per WLAN direkt auf ein Smartphone übertragen und so rucki-zucki veröffentlicht werden.


Was mich aber wirklich fasziniert, sind die gestochen scharfen Bilder, die aus dieser Kamera herauskommen, das ich echt der Wahnsinn! - Ich bin schon sehr neidisch, denn diese Qualität kann ich bei meiner DSLR nur durch Nachbearbeitung erreichen!

Am Samstag war dann der zweite Workshop an der Reihe und ich war schon gespannt, wie sich die EM-1 bei bewegenden Motiven verhalten würde.


Ich muss echt sagen, dass es auch hier nix zu mäkeln gab. Obwohl ich klassisch durch den Sucher blickte bei Fotografieren, sah ich viele Kursteilnehmer, die die Bilder über das Touchdisplay aulösten. Dabei kann man jeden beliebigen Fokuspunkt auf dem ganzen Bild aussuchen, auf den die Kamera scharfstellt und auslöst! Echt, der Hammer!

Was ist jetzt mein Fazit!?

Die E-M1 ist sicher eine echte Konkurrenz für die klassischen Crop-Kameras! Wenn ich nicht schon meine Kamera mit den entsprechenden Objektiven hätte, würden mich Qualität, Ausstattung und Leistung zu dieser Kamera greifen lassen.

Was ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, ist die Tatsache, dass die Kamera immer und überall mitgenommen wird, da Body und Objektive viel kleiner und leichter sind, als bei den großen Konkurrenten und die Kamera fällt, nicht zuletzt weil sie über das klappbare Display bedient werden kann, einfach nicht auf! Wer schon einmal auf langen Fototouren war oder Streetfotografie macht, wird wissen, wovon ich spreche.

Was natürlich schmerzt, ist der Preis und die Tatsache, dass ich, als ambitionierter Hobbyfotograf auch einen Batzen Geld in weitere Objektive investieren würde, um für verschiedene Bereich gerüstet zu sein.

Für mich kommt die E-M1 also nicht in Frage, da ich lieber irgendwann einmal auf Vollformat wechseln werde und dann Objektive und Ausrüstung weiterverwenden kann und die Cropkamera als zweiten bzw. Ersatzbody zur Verfügung habe.

Was sind denn Eure Erfahrung mit den spiegellosen Kameras?

Bis bald!




Sonntag, 8. Dezember 2013

Zweiter Versuch von Light-Art-Performance-Photography - Orbs


Okay, die Bilder mit der brennenden Stahlwolle haben mir gut gefallen und ich bin eigentlich auch ganz stolz auf mich!

Jetzt sollte der zweite Schritt folgen, denn ich wollte natürlich auch wirklich einmal versuchen mit Licht zu arbeiten, das heißt mich der Aufgabe stellen, so genannte "Orbs" also Kugeln aus Licht zu gestalten...

Ich musste dafür aber noch ein paar Vorbereitungen treffen. Zuerst stellte sich die Frage nach den Lampen und zum Glück konnte ich ein paar Exemplare (Eine in rot und eine in blau), die ich auf Mallorca empfohlen bekam, günstig ergattern.

Der nächste Schritt war, etwas zu bauen, mit dem ich die Lichter relativ symmetrisch im Kreis drehen kann. Im Baumarkt wurde ich fündig und konnte die Woche über die entsprechenden Elemente mit einander verbinden.

Im Gegensatz zum letzten Mal wollte ich aber nicht schon zu einer Location fahren und beschloss daher das Ganze in der Tiefgarage unseres Hauses zu testen. Mist! jetzt weiß ich warum die Zahlung für Nebenkosten so hoch sind, denn die Lampen der Tiefgarage lassen sich nicht abschalten bzw. gehen nicht nach einer gewissen Zeit aus.

Da bedeutete, dass ich ganz am Ende erst einen halbwegs geeigneten Ort für meine Tests fand.

Die Kamera wird selbstverständlich wegen der Langzeitbelichtung auf ein Stativ gestellt und mit einem Fernauslöser bestückt. Wie ich schon im letzten Post geschrieben habe, stellt man die Kamera in den manuellen Modus, da nur so, neben der Einstellung der gewünschten Blende, eine Einstellung der Belichtungszeit im Dauer- bzw. "Bulb"-Modus möglich ist.

Als letztes wird fokussiert und dann habe ich den Autofokus deaktivert, fertig war das Ganze und ich war von mir selbst überrascht, wie einfach mir diese Vorbereitungen fielen.

Das kann ich aber von den eigentlichen Peformances nicht sagen, denn es verlangt schon eine Menge Konzentration und vor allem Übung die Leuchten so zu drehen, dass es harmonisch aussieht. Dabei erweist es sich als Hilfreich, nicht nur eine Stelle am Boden zu haben, auf die man sich konzentriert, damit das Hauptlicht immer wieder über diese Stelle fährt. Nein ich hatte auch arge Probleme die richtige Geschwindigkeit des sich drehenden Stabes abzuschätzen und zu steuern.

Davon abgesehen, ist das schon "Multitasking" auf diese ganzen Facetten zu achten und gleichzeitig zu üben, dass man eher in einem kleinen Kreis läuft, als sich im Kreis zu drehen, was man am Anfang für sinnvoll hält.

Tja, und eine Sache ist natürlich von echter Bedeutung! Man braucht einen "Assistenten" bei dieser Arbeit. Was bei den "Feuerrädern" noch gut mit Verdecken der Lichtquelle mit dem Körper geht, funktioniert hierbei nicht, nämlich die Lichtquelle "ungesehen" zum und vom Einsatzort zu bringen. Diese Lichtspuren  habe ich zwar versucht "künsterlisch" zu integrieren, aber schön ist sicher anders!

Egal, die Vorbereitungen und auch diese Versuche haben irre viel Spaß gemacht. Ich habe allerdings festgestellt, dass mir noch eine richtig starke Taschenlampe fehlt, um die gewünschte Ausleuchtung der Szenerie und Objekte zu bewerkstelligen...

Naja, zum Glück ist ja bald Weihnachten und viellecht schaut das Christkind auf die Stelle meines Wunschzettels auf dem eine "Led Lenser" steht!?...



Montag, 2. Dezember 2013

"The Ring of Fire" - meine ersten (eigenen) Versuche von Light-Art-Performance-Photography...


Seit meiner Rückkehr von Mallorca hat mich das Thema Light-Art-Performance-Photography oder kurz LAPP nicht mehr losgelassen.

Ich hatte ja geschrieben, dass mich dieser spezielle Workshop besonders beeindruckt hat, aber dass ich dann zuhause sitzen und überlegen und recherchieren würde, was ich selbst versuchen kann und was ich dazu brauche, hätte ich nicht gedacht.  

Interessanterweise bin ich dabei noch auf einen weiteren Zweig eine weitere Art gestoßen, der häufig auch im gleichen Zusammenhang genannt wird: Portable-Light-Photography oder PLP. 

Dabei handelt es sich zwar im strengen Sinn um eine eigene Art, aber sie gehört in meinen Augen in gewisser Form zur LAPP dazu...

Aber wo war ich!?...

Ich hatte mir für dieses Wochenende fest vorgenommen, einen ersten Versuch zu starten, musste mir aber eingestehen, dass ich von den Möglichkeiten (noch) limitiert war.

Was soll´s! Ich habe ein oder zwei Locations, die in Frage kamen, weil ich sie schon bei den Bildern mit der Langzeitbelichtung spannend gefunden hatte. Okay, ich habe diese dann genommen, weil ich keinen langen Fußweg mit der ganzen Ausrüstung haben wollte...

Licht!? - Ja, starke Taschenlampen oder LEDs? - Fehlanzeige! Okay, ich hatte schon Stahlwolle und eine entsprechende Vorrichtung zum Abbrennen und dann...Okay, nehme ich die kleinen bunten Strahler mit, die "beste Ehefrau von Welt" im Sommer auf den Balkon stellt, weil sie so viele Farben haben...

Los ging´s! Kamera einstellen im manuellen Modus, Blende f8 und "Bulb" (Ja, die ISO-Automatik muss auch noch deaktiviert werden!) dann Kamera auf´s Stativ und mit dem letzten Licht fokussiert.

Dann habe ich den Autofokus auf manuell gestellt und den Kabelfernauslöser angesteckt...

Es konnte losgehen!


Nach ca. 320 Sekunden Belichtungszeit, etwas Ausleuchtung mit der Taschenlampe und einigen Verrenkungen mit dem kleinen Lämpchen hatte ich mein erstes Testbild im Kasten.

Okay, das fand ich einen guten Anfang, aber natürlich wollte ich mehr! Wozu hatte ich schließlich die Stahlwolle mitgenommen. Beim nächsten Bild sollte jetzt der große Effekt eintreten!...


Ich hatte die Blende extra auf f9 geschlossen und ca. 390 Sekunden belichtet, aber leider war der Umgang mit der Stahlwolle so eine Sache für sich... Wow! Ich kann nur sagen, dass ich froh war, dass ich eine Mütze trug und eine Brille aufhatte...

Dennoch ließ ich mich nicht entmutigen und machte einen Versuch nach dem anderen...




Zwei Stunden später waren ein paar Bilder im Kasten, ich stank, als würde ich in der Gießerei arbeiten und hatte en paar kleinere verbrannte Stellen auf der Kleidung und einen wunden Daumen vom Einmal-Feuerzeug...

Egal, ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen und kann es jetzt kaum noch erwarten, bis ich wirklich mit Licht bzw. Lampen arbeiten kann...

Macht Euch diese Art der Fotografie auch Spaß?

Was sind Eure Erfahrungen?

Bis bald!

Helmut

Sonntag, 1. Dezember 2013

Was ich schon vor Weihnachten haben musste! - Den LCD-Viewfinder von Kinotehnik

video

Hier seht Ihr die ersten Eindrücke meines "vorzeitigen" Weihnachtsgeschenkes!

Ich habe mir den Viewfinder der Firma Kinotehnik gegönnt. Bitte entschuldigt, dass ich den Namen im Video falsch geschrieben und ausgesprochen habe, aber Ihr wisst ja, was ich meine!

Ich finde das ist einmal ein geniales Teil und ich möchte es nicht mehr missen!

Was sind denn Eure Erfahrungen? Was meint Ihr dazu?

Lasst es mich wissen!

Sonntag, 24. November 2013

Der 175. Post - Was passt besser als Anerkennung?!


Ja, das ist der 175. Post, seit ich begonnen habe, mein fotografisches Leben zu dokumentieren...

Was passt da besser, als zu erzählen, dass ich oder mein Foto das erste Mal von Interesse für eine Zeitung war!

Okay, wie kam das! Ich habe am 17.11. das Foto auf die Facebook-Seite der Mallorca Zeitung gepostet. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich ca. 1050 "Likes" und das Foto wurde über 280-mal geteilt.

Am nächsten Tag bekam ich eine Email von der Redaktion mit der Frage, ob ich meine Foto für einen Artikel der E-Paper- und der Printversion zur Verfügung stellen würde!

Natürlich wollte ich!

Ich dachte kurz darüber nach, was ich dafür verlangen könnte und mir kam die Idee, dass es eine gute Gelegenheit wäre, Werbung für die FF-Fotoschule zu machen.


Das war schon ein tolles Gefühl mein Foto in einer Zeitung zu sehen!!!

Ich bin jetzt noch ganz weg! 

Montag, 18. November 2013

Welcome back! - Da bin ich wieder!


Liebe Blogleser!

Ja, ich bin zurück von der Fotoreise nach Mallorca.

Ich muss mich bei Euch entschuldigen, denn die moderne Technik hat es mir leider nicht gestattet, von unterwegs ein paar Eindrücke zu posten. Es ist wirklich nicht lustig, wenn ich "Reise-Pakete" für Daten bei meinem Provider bestelle und bezahlen und das Mobiltelefon dann nur noch `rumzickt!...

Naja, jetzt sitze ich wieder am heimischen PC, habe ca. 1300 Bilder zu sichten und zum Teil zu bearbeiten und kann Euch meine Eindrücke schildern...

Seid gespannt!

Samstag, 16. November 2013

Samstag, der 16.11.2013 - Time to say Goodbye - Letzter Tag und Résumé


Tja, der letzte Tag ist gekommen. Das ist immer so ein "Hin und Her" der Gefühle. Es soll noch nicht vorbei sein, aber ich freue mich auch auf zuhause und bin gespannt auf die Bilder, die ich im Kasten habe und die ihren letzten Schliff bekommen sollen...

Wir treffen uns am Morgen auf der Terrasse zum Kaffee und zum Feedback-Gespräch, dazu später mehr. Einer der Teilnehmer, der als Erster abreist, wird plötzlich von einem Fahrer erwartet oder wie es im Jargon der Fotoreisen heißt: "Er wird morgens mit dem Bus geholt!"...

Die anderen bedröppelten Fotografen verstauen ihre Koffer in Frank´s Zimmer und dann geht es zur letzten Fototour an die Südwestküste der Insel gegenüber der Insel Dragonera.



Ach, ich weiß auch nicht! Ich bin nicht so richtig bei der Sache, weiß aber, dass sich die Erlebnisse und Eindrücke der Reise erst einmal setzen müssen. Ich streife also ein bisschen herum und schieße die letzten Fotos der Reise...


Naja, nicht ganz! Nachdem wir in ein Restaurant am Strand von St. Elm einkehren, gegessen und gerade gezahlt haben, ist plötzlich draußen ein großes Treiben. Ich sehe hinaus in die Bucht, wo sich gerade bedrohlich der Himmel zu einem Schauspiel verändert hat.

Ich habe gerade noch Zeit das Teleobjektiv aufzuschrauben und erinnere mich an Frank´s Rat aus der Streetfotografie, bei diesen Gelegenheiten Serienbilder zu schießen und dann erst zu gucken oder Einstellungen zu ändern! - Und das mache ich dann auch!

Wow! Erst zuhause sehe ich die tollen Ergebnisse und wähle das obige Bild aus. Wie ich Euch in einem späteren Post noch schreiben werde, bekomme ich zum ersten Mal "öffentliche" Anerkennung für ein Foto, was ein neues, interessantes, ...ach Quatsch! Ein supertolles Erlebnis war!!!

Dann ging es zum Flughafen und zurück nach Hause!...

- Ende -


Mein persönliche Zusammenfassung: 

Ich habe es ganz sicher nicht bereut auch die zweite, von der FF-Fotoschule angebotene, Fotoreise nach Mallorca in diesem Jahr zu machen. Wenn ich mir überlege, was alles auf dem Programm stand und gemacht wurde, bin ich immer noch völlig "baff"! 
Es gab zwei intensive Tag mit "People-Fotografie", Sportfotografie, Streetfotografie zweimal tagsüber und einmal nachts, Landschaftsfotografie mit verschiedensten Techniken und kreativen Ansätzen, eine Fotorallye, die mir die Reportagefotografie näher brachte und mich mit Plan vorgehen ließ, genug Möglichkeiten für gelungene Bilder zwischendurch, Langzeitbelichtungen bei Nacht...UND Light Art Performance Photography!!! 

Einfach der Wahnsinn!!!

Der Fototrainer Frank Fischer, dessen zweite Woche auf Mallorca es ja schon war, war mit vollem Einsatz unterwegs, stand den Teilnehmern immer zur Verfügung auch wenn es zu später Stunde darum ging, noch ein paar Worte zu wechseln, Fragen zu beantworten und Hilfe zu geben!

Was mir persönlich am besten gefallen hat, war der Ansatz, dass wir nicht angetreten waren, um möglichst einfach und schnell, gute Bilder zu machen, sondern dass wir bei den einzelnen Projekten das konzeptionelle Arbeiten lernen und nutzen sollten. Genau das, wovor ich am Anfang am meisten Angst hatte, hat mich am Ende am meisten fasziniert und mir auch eine völlig neue Sichtweise auf die Fotografie und mein Arbeiten gegeben. 

Wenn Ihr Fragen oder Kommentare habt, schreibt mir! 

Bis bald! 

Euer Helmut




Freitag, 15. November 2013

Freitag, der 15.11.2013 - And now the end is near,...


Heute hat mich doch etwas der Wehmut gepackt. Die Reise neigt sich dem Ende und das Wetter zeigt auch, dass die schönen Zeiten des Jahres auf Mallorca vorbei sind.

Weil es vormittags regnete, zogen wir uns in den Konferenzraum des Hotels zurück, um Bilder zu sichten und zu besprechen. Jeder von uns hatte doch irgendwann auf der Reise mit den eigenen Fähigkeiten und den Bildergebnissen gehadert, hatte geglaubt, dass er vielleicht eher anfangen solle zu stricken oder einen Kochkurs zu besuchen...Doch am Ende war ich sehr überrascht, was für tolle Ergebnisse ich zu sehen bekam und es spornt mich für die Zukunft an, die eine oder andere Sache in der Fotografie beim nächsten Mal vielleicht etwas besser zu machen oder es jedenfalls zu versuchen.

Nachmittags, wir sind etwas genervt vom Dauerregen, besprechen, was wir noch machen wollen. Im Süden bleiben, wo es langsam weniger regnet oder ans Cap Formentor fahren, um Lichtspuren zu fotografieren, so wie es geplant war.

Wir entschließen uns, das Risiko einzugehen und fahren gen Norden. In Pollensa wird es nicht viel schöner, aber wir fahren durch und zum Glück tröpfelt es am Cap Formentor nur noch wenig und daher bleiben wir, aber über dem Meer zucken schon die Blitze und günden neue Gewitter an!...

Mensch, ich möchte so gerne ein Bild von hier haben und sende Stossgebete zu Himmel! Aber jetzt heißt es schnell sein und die Gruppe verteilt sich. Zwei bleiben an der Klippe, zwei beziehen Position in einer Felsspalte und ich gehe mit zwei anderen ein oder zwei Kehren auf einem Trampelpfad den Berg hinauf...

Viel Zeit bleibt nicht, dass wissen wir und der Wind pfeift ordentlich über den Hang. Ich stelle meine Kamera auf´s Stativ, hänge den Kabelfernauslöser ein, die Kamera auf "Bulb-Modus", die Blende auf f22, fokussiere und schalte dann den Fokus auf manuell. Es kann losgehen!

Wir geben Frank ein Zeichen und er fährt mit dem Tourbus einmal den Berg hinauf und wieder runter. Irgendwie dauert es, bis er zurückkommt und wir denken schon, dass er oben ein Feuerwerk zünden will oder eine andere Lichtperformance, aber nix passiert...

Mist, ich habe die Stoppuhr am Mobiltelefon zu spät gestartet, aber es werden so ca. acht Minuten Belichtung gewesen sein. Puuh, das Ergebnis ist okay!


Mann-oh-Mann! Da kamen die ersten Blitze und es wurde dunkler und dunkler! Okay, der Rest ist Glückspiel! Ich mache die Blende auf f11 auf und nehme mir vor, genau so lang oder länger zu belichten... Ja, ist okay!

Noch zwei oder drei Versuche, die aber nichts werden und dann fängt es auf einmal wie aus Eimern an zu regnen! Wir packen unser Zeugs zusammen und stolpern den Abhang hinunter. Nach den ca. fünfzig Metern bis zum Bus ist meine Hose pitschnass, aber ich bin froh, dass wir hergefahren sind!



Im ersten Strassentunnel halten wir noch einmal an und stellen der Bus quer, nachdem Frank uns gefragt hat, ob wir noch einmal LAPP im Tunnel machen wollen. Es ist mittlerweile stockdunkel und daher ist die Ausrichtung und das Fokussieren ein Roulette...

Zwei, drei Bilder später muss dann Schluss sein und wir fahren zurück! Mir läuft das Wasser in die Schuhe, aber das ist zu diesem Zeitpunkt völlig egal!...





Donnerstag, 14. November 2013

Donnerstag, der 14.11.2013 - Teil 2 - "Wie ein Licht in dunkler Nacht!..."


Wie schon gesagt, war das Programm für diesen Tag noch nicht vorüber und es sollte für mich echt eins der Highlights dieser Reise werden.

Die FF-Fotoschule von Frank Fischer bietet ja in Zusammenarbeit mit JanLeonardo erstklassige Workshops zum Thema "Light Art Performance Photography" kurz "LAPP" an. Leider habe ich es in diesem Jahr nicht geschafft an einem teilzunehmen und umso mehr freute ich mich, dass es Teil des Programms sein sollte.

Als wir von der Fotorallye am Nachmittag ins Hotel zurückkehrten, trafen wir uns noch auf einer kleinen Terrasse des Hotels, um von Frank eine Einweisung zu den wichtigsten Gerätschaften und den Abläufen zu erhalten.

Ich hatte mich schon immer gefragt, wie man die ganzen Figuren erstellt und vor allem wie man sie, die Orbs und Ufos so gleichmäßig hinbekommt. Nach Frank´s Ausführungen wusste ich s, muss aber sagen, dass, wie sich später herausstellen sollte, viel Konzentration und Übung dazu gehört gute Ergebnisse zu bekommen.

Natürlich war das nur "die halbe Miete", denn es gab weitere Dinge wie verschiedene Leuchtmittel und zusätzliche Ausleuchtung zu beachten und auch beim eigentliche Fotografieren lernte ich Dinge, auf die ich sicher selbst nicht gekommen wäre.

Als Location wählten wir uns wieder den Torre del Verger (den Turm der Seelen) und hätten für die Performance sicher keinen besseren Ort finden können. Glücklich war sicher auch der Umstand, dass an diesem Abend der Mond schien und vor allem, dass es schon etwas nasser war, so daß wir nicht befürchten mussten, beim Einsatz von brennendem Material einen Flächenbrand auszulösen...

Nach Aufstellen der Kameras war ich so gespannt wie ein Kind zu Weihnachten und dann ging es auch schon los. Frank leistete bei der Performance echt Schwerstarbeit, machte hier Licht, leuchtete dort und bereits beim zweiten Versuch kam das Ergebnis heraus, das man oben sehen kann! 

Was für ein geniales Bild! Aber damit nicht genug! Jetzt setzte Frank noch "einen drauf"!


Ich denke, dass wir alle aus dem Stauen garnicht mehr herauskamen...Diese Kombination von Licht in Verbindung mit dem gleichzeitig bestehenden Mondlicht war einfach der Hammer!


Nur mal als Beispiel für das bereits erwähnte "Übung macht den Meister" sieht man hier das Bild, das ich "Oskar aus der Tonne" genannt habe. Dieses Mal hatte nicht Frank, sondern einer meiner Reisegefährten, die Aufgabe, die Lichtkugel zu erschaffen. Okay, die LAPP-Puristen werden jetzt stöhnen, aber ich fand das Bild auch gut, da es mich ein wenig an ein Monster erinnerte...


Apropos "Puristen". Am Ende der Session habe ich die Kamera einfach im "Bulb-Modus" gelassen und gewartet, was dabei herauskommt. Der Mond schien wieder und ein paar Mal haben wir den einen oder anderen Baum oder Strauch und auch den Turm angeleuchtet. Ich fand auch dieses Ergebnis sehr schön!

Dann ging es zurück ins Hotel, um bei ein paar Bierchen den Erfolg zu feiern!

Lieber Frank! Vielen vielen Dank für dieses tolle Erlebnis!




Donnerstag, der 14.11.2013 - Teil 1 - Die Fotorallye oder "Jetzt wird´s ernst!"


Jetzt kommt schonungsloser "Enthüllungs-Fotojournalismus"! - Ich reiße der Insel Mallorca die Maske vom hässlichen Gesicht! - Das ist nichts für schwache Nerven!!!...

Nein, jetzt `mal im Ernst! Heute stand die Fotorallye auf dem Programm, deren Themen bereits gestern verlost worden waren. Genauso wie die Peoplefotografie mussten wir konzeptionell arbeiten und ich freute mich auf diese spannende Aufgabe! Vielleicht war ich auch nur froh genau diese und nicht eine andere erfüllen zu müssen!...

Was war mein Auftrag: Es sollten zehn Bilder für einen Fernseh-Wahlkampfspot einer spanischen Umweltpartei gemacht werden. Um die Kampagne der Partei zu unterstützen, war das Thema die "Umweltverschmutzung durch die privaten Schiffahrt".  Es sollten die Auswirkungen und Schäden verdeutlicht werden, die die Massen an Yachten anrichten.

Wie bin ich jetzt vorgegangen?

Okay, zunächst habe ich mir den Auftrag in einzelne Segmente geteilt: Spanische Umweltpartei - 10 Bilder - Thema - Zielstellung. Dann habe ich Schlüsselwörter zum Thema und Auftragsziel überlegt: Platznot, Überbauung, Ressourcen (Strom, Wasser) und zuletzt Entsorgung (Müll, Öl usw.) 

Als Nächstes habe ich überlegt, wie diese ganzen Dinge in eine Geschichte bzw. Bildfolge von zehn Bildern passen könnte. Habe im Internet die entsprechenden Begriffe in der Bildersuche recherchiert und mir auf einem Zettel mehr oder weniger ein Scribble angelegt... Ja, so wie Frank es uns für das People-Shooting erklärt hatte. Vielleicht war es auch nur eine Checkliste, aber bei der Tour rund um den Hafen wusste ich wonach ich suchen musste...

  • Das erste Bild sollte den Kontrast zwischen dem "alten" Palma, der Stadt und dem übervollen Hafen darstellen. 


  • Das zweite Bild war noch eine Steigerung, die die Überbauung am Hafen zeigen sollte. Es prangerte fast "Sünde 2" an, was mal mit den Hochhäusern begonnen hatte, wurde jetzt mit dem übervollen Hafen fortgesetzt.


  •  Das dritte Bild sollte verdeutlichen, dass diese vielen Boote selbstverständlich Ressourcen benötigen, Wasser und Strom, die erst einmal bereitgestellt werden müssen: 

  •  Das vierte Bild zeigt dann, dass es selbstverständlich zu einer Belastung des Ökosystems, also in erster Linie, des Wasser kommt. Dieses Bild habe ich fast "unter Einsatz meines Lebens" gemacht, denn der Bootsführer, der fröhlich sein Schiffsdeck mit dem Hochdruckreiniger bearbeitete, war nicht gerade begeistert von mir und ich dachte, dass er mir eine Ladung verpassen wollen würde...


  •  Bild 5 entstand dann ein paar Meter weiter, mehr oder weniger direkt neben einem Café an der Mole, denn dort stand ein Ölabscheider und ich fragte mich, was wohl mit dem "ganzen Mist" auf dieser Insel geschieht, obwohl man den Eignern diese Möglichkeit bietet. 


  • Das brachte mich direkt zu Bild 6, der Verschmutzung des Hafenbeckens im einzelnen. 


  • Zu Bild 7, der Sammlung an aus dem Hafen gefischten Einkaufswagen, die vermutlich von den Kapitänen nach Verladen des Proviantes einfach am Kai "entsorgt werden. 


  • Und zuletzt mit Bild 8 zu der Frage bzw. dem Hinweis, dass der Hafen und die Massen an privaten Booten eine Müllbelastung par excellence darstellen, neben dem täglichen Müll, den die Stadt produziert. 

  • Bild 9 sollte schließlich die Frage verdeutlichen, ob der Hafen nicht eine zu große Belastung der Stadt und der gesamten Insel bedeutet. Insbesondere durch den anfallenden Unrat. 

  • Ja und mit Bild 10  kam ich dann zur "großen Mahnung", dass es schließlich der Bewohner der Insel also der Mensch wäre, der durch den Hafen (Schiffe) und seine Belastung (Müllcontainer) massiv belastet würde und den Kürzeren zieht!.. 

                                                                    - Ende der Serie -

Puuh! Ich bin für meine Bilder eine Stunde hin (rund um den Hafen) und eine Stunde zurück gelaufen. Ich bin durch den Abwasserkanal gewatet und habe mich in Brackwasser gelegt, war am Ende "fix und fertig" aber auch unheimlich stolz und zufrieden!

Ich fand diese Aufgabe sehr spannend und es war ein vollkommen neues Erlebnis mit Bildern eine "Geschichte zu erzählen". Dabei ist mir natürlich bewusst, dass diese Bilder auch polarisieren können bzw. dass man mit einfachen Mitteln aus einem Vorzeigeobjekt das schlimmste Loch machen kann!...

Das war aber noch nicht das große Ende des Tages, also seid gespannt!

     
     

Mittwoch, 13. November 2013

Mittwoch, der 13.11.2013 - Kunst und Handwerk


Okay, die Nacht ist etwas länger geworden!

Das lag aber nicht an uns, sondern an "nächtlichen Besuchern" auf der Terrasse des Hotels, die uns unbedingt zum Schlager bekehren wollten bzw. SIE wollte!. Ich sage nur: "Honey, I do..."

Heute morgen ging es dann mit dem Thema "Kreative Landschaftsfotografie" auf den Puig de Sant Savador.

Irgendwie muss ich noch etwas benebelt gewesen sein, denn ich hatte zwar die Schraubfilter und die Einschubfilter mit, aber leider die Halterungen gepflegt im Hotelzimmer liegen lassen. Nur gut, dass Frank genug Halterungen mithatte und so konnte der erste Teil losgehen.

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich eigentlich garnicht vor mit den Plattenfiltern zu arbeiten, weil mir das bisher immer zu mühsam erschien, insbesondere der Einsatz von Verlaufsfiltern machte mir doch einige Probleme. Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht von den Ergebnissen überzeugt war.

Das hat sich aber geändert. Es machte nach der wie immer erstklassigen Einweisung durch Frank richtig Spaß, die Verlaufsfilter zum Abschwächen des hellen Sonnenlichtes zu verwenden, gelbe Filter für die Verstärkung der hellen Konturen und blaue Filter für einen noch satteren Himmel zu verwenden. 

Was ich aber schätzen gelernt habe und daher direkt zuhause bestellt habe, war eine "Displaylupe".  Mir war schon bei den Langzeitbelichtungen vorher tierisch auf die Nerven gegangen, dass ich kaum die Ergebnisse kontrollieren konnte, weil ich auf dem Display so gut wie nix erkannte, aber hier bei gleißendem Sonnenlicht war es schlicht unmöglich.

Zum Glück hatte Frank ein solches Gerät dabei und so konnte ich gut und sicher prüfen, ob alles geklappt hat, so wie ich es mir vorstellte.

Erinnert mich daran, dass ich vielleicht `mal ein kleines Video über die Lupe mache!...

Okay, aber wo waren wir?! - Ach, ja! Nach einem guten "Café con leche" im ehemaligen Kloster, ging es nur ein paar Meter die Strasse hinunter zu unserem zweiten "Kreativteil":



Nach einer Einweisung in die notwendige Technik, ich muss zugeben, dass ich anfangs dachte, ich würde es nie verstehen!, waren wir alle "Feuer und Flamme" und fotografierten alles um uns herum mit dem "neuen Verfahren"!

Ich finde das richtig klasse, denn an einer schönen Location habe ich jetzt noch weitere kreative Ansätze für künstlerische bzw. kreative Umsetzungen und das gefällt mir sehr gut!

Es war später Nachmittag, als wir unseren nächsten Stop erreichten, Cala Figuera. Ein malerisches Fischerdörfchen, das ich immer schon einmal besuchen wollte.

Das Thema war eigentlich eine Art "Streetfotografie", wobei wir vorhatten, die vom Fischfang zurückkehrenden Boote und ihre Besatzungen zu fotografieren...

Naja, alles war ruhig und wir umrundeten das Hafenbecken, waren auf der anderen Seite der Anlegestelle, als das erste Boot einlief!...

Mist, jetzt im "Schweinsgalopp" über die schmalen Steinwege und Anleger zurück, wobei ich ein- oder zweimal dachte, "gleich haut´s Dich in die Suppe!"

Alles gut gegangen, Kamera `raus und los! Mist! Immer langsam! Denn ich hatte noch den manuellen Modus eingestellt und kam leider mit den Bewegungen und den wechselnden Lichtsituationen nicht zurrecht. Genauso schlecht war die Wahl wieder mit dem 70-200-er zu arbeiten, denn ich stand direkt an der Bordwand und hatte daher kaum Platz ein Motiv zu erfassen!...

"Minten - Zero points!" - Okay, warte ich eben auf´s nächste!







Ja, das war schon interessant, bei all den Eindrücken, auch noch Fotos zu machen. Das halbe Dorf schien an die Mole zu kommen, um zu helfen, den Fang zu bewundern oder einfach nur dabei zu sein.

Nachdem wir zwei oder drei Schiffe beobachtet bzw. die Szenerien eingefangen hatten, ging´s zurück zum Bus. Dort bekamen wir unsere Aufgaben für die Fotorallye und manche von uns "lange Gesichter", aber mehr davon im nächsten Post!...