Montag, 3. April 2017

Review der Panoramakopfes "Gobi" von Bushman - oder "I´m gettin´paronamanoid!" (Teil 7)


Was soll ich Euch sagen, liebe Blogleser!?

Ich bin mit dem Panoramakopf von Rollei, den ich Euch im Dezember vorgestellt habe, doch nicht so recht glücklich gewesen. Bei den ersten praktischen Einsätzen, wenn ich ihn denn wegen der Größe und des Gewichtes überhaupt mitgenommen habe (1. Manko!), hat es mir persönlich keinen Spaß gemacht, damit zu arbeiten. 

Das Kriterium, mich nach einer Alternative umzusehen, stellte ich aber erst bei einem Workshop fest, wo ich die Gelegenheit hatte, andere Panoramaköpfe zu testen. Es war der Rotator (2. Manko)! Was ich auch anstellte, ich schaffte es einfach nicht, die Rastschritte so einzustellen, wie ich es mir gewünscht hätte und so war es Zeit sich nach einer Alternative umzusehen! 


Ich fand diese Alternative in Bezug auf Preis-Leistungsverhältnis, Qualität des Rotators, Verarbeitung, Praktikabilität und richtigem Größenverhältnis zur spiegellosen Kamera im "Gobi" der tschechichen Firma Bushman. Wer sich einen schnellen Überblick über das Gerät verschaffen möchte, dem verlinke ich an dieser Stelle das Produktvideo des Herstellers

Das Ding ist einfach der Hammer! Er ist relativ klein, so dass man ihn gerne in der schicken Tasche in seinem Rucksack oder der Fototasche mitnimmt, er besteht gerade mal aus drei Teilen gefrästem und beschichteten Aluminium und bringt trotz der Stabilität in der Anwendung nur etwa 320 g auf die Waage. 
Der Multiclick-Rotator namens "Yetti", den man wahlweise dazubestellen kann, wirkt gut verarbeitet und alle Schrauben lassen sich einwandfrei drehen bzw. einstellen. Der Rotator kann so eingestellt werden, dass er sich fixiert gut auf dem Stativ befestigen lässt, er frei dreht oder fünf verschiedene satte Rastungen in verschiedenen Schritten zulässt. 
Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, dass die Zahlenangaben nicht für mögliche Brennweiten, sondern für die Rastschritte stehen (Mea Culpa!), ist es kein Problem mehr, die Einstellungen je nach verwendeter Brennweite des Objektivs vorzunehmen. 




Der Rotator und der horizontale Arm sind rasch montiert und können mit der eingesetzten Wasserwaage gut "ins Wasser" gestellt werden. Danach kann schnell und leicht der vertikale Arm mit dem oberen Rotator montiert werden. 

Hier finden sich auch große rote Schrauben, die gut zu greifen sind, um die Kameraplatte zu befestigen und später den Neigungswinkel am oberen Rotator zu verändern. Keine kleines Schräubchen, das noch einen Schraubendreher, eine Münze oder Imbus braucht! Gute Idee!

Wo wir schon bei guten Ideen sind oder es mancher Fotograf von teurern Köpfen erwartet!? Wenn man festgestellt hat, welche Position für die eigene Kamera passt, kann ein kleiner "Schieber" montiert werden, um diese Stelle für den vertikalen Arm zu markieren. 


Zur Befestigung der Kamera kann man eine einfach Schnellwechselplatte oder eine Arca-Swiss-kompatible Platte bestellen. Diese wirkt zwar für die spiegellose Kamera etwas groß, kann aber auch wegen angebrachter Markierungen gut und genau am Gehäuse der Kamera fixiert werden. 
Trotz einer kleinen Lippe am Ende der Platte kann das Dreh-Schwenkdisplay der E-M1 Mark II auch nach der Montage problemlos heraus- und wieder zugeklappt werden und muss nicht vor der Montage der Kameraplatte offenbleiben. 

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass man die Kamera für Aufnahmen im Querformat auch direkt auf dem horizontalen Arm fixieren kann, wenn es z.B. mal "schnellgehen" muss oder man eben auch noch eine Aufnahme im Querformat wünscht und nicht erst alles wieder umbauen möchte...


Als weitere gute Idee besteht die Möglichkeit für die Nadir-Aufnahme bei einem 360-Grad-Panorama, den vertikalen Arm zu lösen und nach "Außen" zu drehen. Freihandaufnahmen für das oder die Bodenbilder erübrigen sich also...


Ja, ich weiß!!! Ich muss noch viiiel üben, was die Aufnahme und Erstellungen von guten Panoramen angeht, aber dieser Panoramakopf macht mir die Arbeit leichter und ich werde ihn jetzt öfter dabeihaben, damit mir kein Motiv mehr durch die Lappen geht! 



Bis bald!

Euer

Doc Minten