Montag, 12. Juni 2017

Oberstdorfer Fotogipfel 2017 - "Licht und Schatten"...


Liebe Blogleser!

Jetzt bin ich gerade wieder einen Tag vom Fotogipfel in Oberstdorf zurück und meine Erinnerungen sind noch so frisch, dass ich Euch meine Eindrücke schildern kann. 

In diesem Posting werde ich nicht über den zweitägigen Workshop berichten, den ich während des Fotogipfels besucht habe. Das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen und daher geht es hierund jetzt über die Veranstaltung im Allgemeinen. Ich kann leider auch nix zu den tollen Ausstellungen sagen, denn ich hatte einfach keine Zeit, aber dazu später mehr...

Der diesjährige Fotogipfel war die fünfte Auflage und stand bei der Planung für 2017, muss ich ehrlich gestehen, in Konkurrenz zu Veranstaltungen wie dem "Umweltfotofestival »horizonte zingst« 2017" oder der "Photo + Adventure" in Duisburg. 

Ich habe jetzt keine direkten Vergleichsmöglichkeiten, aber der Fotogipfel in Oberstdorf"wirkt "klein" und überschaubar! Das täuscht aber, denn obwohl die Stände der kommerziellen Anbieter mehr oder weniger in das Foyer des Veranstaltungscenters passen, verteilen sich die Veranstaltungen und Ausstellungen auf das ganze Stadtgebiet und die Umgebung, einschließlich der Berge! 

Ich denke mal, man muss diese Region, das Ambiente und auch das eigentliche Konzept des Fotogipfels mögen und das tue ich auch!. Bin ich im letzten Jahr vor allem hinfahren, weil es das allererste Mal war, dass eins meiner Fotos (#boahichkanndasfotonichtmehrsehen) auf einer Veranstaltung wie dieser gezeigt wurde, war es in diesem Jahr, dass ich unbedingt mehr über die Fotografie mit Drohnen oder Multicoptern erfahren wollte und wusste, dass es einen zweitägigen Workshop zum Thema geben würde. 

Überhaupt gab es in der Zeit vom 07. bis 11. Juni eine Vielzahl höchstspannender Workshops von tollen und zum Teil hochkarätigen Fotografen. Ich habe allerdings, wie im letzten Jahr, den Fehler gemacht, erst am Vorabend meines Workshops anzureisen und so hatte ich kaum bis gar keine Zeit oder Gelegenheit, die Ausstellungen und Workshops dieser Fotografen zu besuchen. 

Gelegenheiten zum Austausch gab es aber dennoch, was ich dem fast schon familliären Ambiente des Fotogipfels zuschreibe. Ich fand es klasse und inspirierend am Abend auf der Plaza vor dem Oberstdorfhaus mit Fotografinnen und Fotografen quatschen und fachsimpeln zu können, ihnen "Löcher in den Bauch" zu fragen oder einfach den Geschichten zu lauschen und mit ihnen zu lachen. 

Das war jedoch eher ein "Zufallsprodukt" und führt mich zum einzigen Kritikpunkt, den ich habe! Wo bitte schön, war das "Konzept" oder der Plan für die Gestaltung der Abende!? Als ich am ersten Abend auf der Plaza saß, dachte ich noch, dass die gute Bergluft die Teilnehmer der Workshops um 20:30 Uhr in´s Bett zwingt, aber zumindest am Samstag stellte ich fest, dass meine Vermutung falsch war! Hatte ich mich als Teilnehmer eines Workshops noch am Vortag bei einer guten Veranstaltung der Firma Olympus gut unterhalten gesehen, war das "Hauptabend" der Woche nicht mehr der Fall! 

Ja, natürlich hätte ich der "Einladung" folgen können, eine Veranstaltung mit Fotoausstellung im Oberstdorfhaus zu besuchen, aber das wollte ich nicht! Es war ein wunderschöner und warmer Sommerabend und ich wollte lieber draußen sein! Wo war das Alternativprogramm? Die "Würdigung" der Workshops und deren Teilnehmer, die am gleichen Tag stattgefunden hatten? Wo war das Programm an der Plaza? An der ein großer Bierstand, eine Grillstation und eine leere Bühne einen aussichtslosen Kampf bestritten? 

Ich spreche nicht von "Frontal-Bespassung", aber ich hätte mir (als Kunde und Teilnehmer) etwas mehr Beachtung gewünscht und da hätten ein oder zwei kleinere Beträge zu Schwerpunkthemen des Tages bzw. den stattgefundenen Workshops sicher eine Bereicherung zu den gezeigten Bildern auf der LED-Wand bedeutet...

Fazit: Ich habe die Veranstaltung sehr genossen und muss mir unbedingt mehr Zeit für das ganze Angebot nehmen. Ich glaube fest an das gute Grundkonzept des Fotogipfels und würde mir die angesprochenen Anpassungen wünschen um zu sagen: "I´ll be back!" 

Euer 

Doc Minten